Seit meinem letzten Eintrag habe ich im Grunde genommen daran gearbeitet die Konditionierungen aufzulösen. Trotzdem bin ich immer wieder an eine Wand gekommen, die mich daran gehindert hat weiterzukommen. Ich wollte Leben und dieses Leben auch genießen, etwas für mich tun, bestimmte Veränderungen in meinem Leben vornehmen. Und dann immer diese Wand, immer dieser Widerstand, bei dem ich ständig das Gefühl hatte, er kommt von Außen. Jemand von Außen versucht mich niederzudrücken.
Tage vergingen, Monate, sogar Jahre. Die "niederdrückende Energie" verdichtete sich zu Personen, die unter meinem Bett lagen. Sie griffen nach meinen Füßen, wenn ich Nachts zur Toilette ging. Sie lauerten hinter den Türen, um mich zu erschrecken.
Diese Bilder kamen mir bekannt vor. Ich hatte sie schon einmal in meiner Pubertät, was dazugeführt hatte, dass ich viele Nächte erst gegen morgen einschlafen konnte und ständig ein Radio laufen musste, um meine Angst im Zaum zu halten. Wieso kamen diese Bilder jetzt wieder? Meine Wechseljahre sind voll im Gange und ich musste daran denken, dass ich gelesen hatte, dass die Wechseljahre wie eine zweite Pubertät sind. Durch meine vielen Erfahrungen mit energetischer Arbeit tat ich diese Energien jetzt allerdings nicht mehr als "Hirngespinste" ab. Allerdings tat ich auch nicht wirklich etwas dagegen, sondern versuchte diese Energien zu ignorieren, denen zu zeigen, dass ich trotzdem aufs Klo ging und weder Licht noch Radio brauchte, um schlafen zu können.
Vor drei Tagen nun nannte ich diese Energien in einem Telefonat mit meiner Freundin Patriarchale Wächter. Es war ein Versuch zu beschreiben, wie es sich für mich anfühlte. Es hat drei Nächte gedauert, bis mir die Tragweite meiner Wortwahl so richtig bewußt wurde. Drei Nächte in denen ich aktiv etwas gegen diese Käfte unternahm, so wie mir meine Freundin ausdrücklich geraten hatte.
Heute nun ist es soweit. Die Tarotkarte "Durchbruch" ist erfolgt. Ich weiß es. Wie oft habe ich vor dieser Wand gestanden, habe mit meiner Freundin Karte um Karte gezogen, weil ich erkennen wollte, was diese Wand ist. Habe ständig auf mich geschaut und versucht meine Handlungsweisen zu verändern, eben Konditionierungen aufzulösen. Trotzdem immer wieder diese Wand. Zwischendurch gab es viele verzweifelte Momente, ich schaffe es nicht. Ständig dieses Gefühl von Kampf und ich war eindeutig dabei diesen Kampf zu verlieren. Schattenboxen ist halt anstrengend. Jetzt habe ich meinen Gegner bewußt ins Auge sehen können, aber was viel wichtiger war: ich habe seinen Namen genannt. Rumpelstilzchen hatte doch auch nur solange Macht über die Königin, wie sie seinen Namen nicht wußte.
Danach gab es keinen Kampf mehr. Ich habe ihn aus meiner Wohnung gejagt. Er ist ängstlich davongerannt. Mein Lachen darüber hallt weit in die energetische Welt hinein und deshalb rufe ich allen Frauen laut zu, verscheucht eure Patriarchalen Wächter, das Gefühl der Befreiung ist unbeschreiblich.

1 Kommentar:
Das ist schon eine außergewöhnliche Art des Frühjahrsputzes, nicht nur den sichtbaren Staub oder feinen Fettfilm auf Möbeln und Fenstern zu entfernen, sondern auch die ungebetenen und eingeschleppten Energien aus den Räumen und dem Leben zu entfernen. Wie du so schön beschrieben hast, können sie verdammt real und manifest sein.
Und sie sind die Wächter, der uns umgebenden Gesellschaftsart. Von klein an werden wir an sie gewöhnt und sind wir darauf trainiert, sie nicht wahrzunehmen. Sie schützten nicht uns, sondern den patriarchösen Nimbus.
Noch ein Zitat von Aliti zu Bekräftigung: … Es hat keinen Sinn, das Nicht-Rationale zu bekämpfen, indem wir es verleugnen. Es ist vorhanden,ob es einer nun passt oder nicht...
ich freu mich weitere Beiträge
Stephanie
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