Eva-Maria Zurhorst wünscht sich in ihrem Film satt & glücklich eine sanfte weibliche Revolution. Was meint sie damit eigentlich genau? Bei soviel Krieg und Elend in der Welt? Irgendwie geht es hauptsächlich darum, dass Frauen sich zwar selber finden dürfen, aber dann hat bitteschön sofort die Beziehung zum Mann die oberste Priorität und nicht etwa die zu anderen Frauen. Das macht mich nicht satt und schon gar nicht glücklich, sondern das macht mich total wütend. Und zwar deshalb, weil ich zur Zeit hautnah erlebe, dass Frauen im Alter alleine und einsam sind, wenn sie so verfahren. Ich bin Teilhaberin einer Firma, die hauptsächlich ältere Frauen zu den einzelnen Kur- und Fereienorten bringt. Mein Hauptteilhaber nennt sie respektlos "meine Omis". Ich fahre keine "Omis", sondern gestandene weise Frauen, die mir einiges zu erzählen haben. Ich muss "nur" richtig hinhören. Sie erzählen Dinge wie, ich war 61 Jahre glücklich verheiratet, aber jetzt brauche ich keinen neuen Partner mehr, ich habe schließlich lang genug gedient.
Ich höre aus den Erzählungen heraus, dass die meisten Frauen nach der Trauer um ihren Mann eine nie gekannte Freiheit erleben, die sie nicht wieder eintauschen wollen.
Es gibt auch Aussagen wie diese: wenn ich gewußt hatte, wie lange ich ihn pflegen muss, dann hätte ich gar nicht erst damit angefangen. Da wird auf den Tod der Männer regelrecht gewartet.
Ich bin auf jeden Fall zu der Schlußfolgerung gelangt, dass es kein gutes Lebenskonzept für Frauen ist, wenn sie an der Priorität der Paarbeziehung festhalten. Weder für ihre Entwicklung, noch für die Kindererziehung und im Alter schon gar nicht. Es gilt andere Lebenskonzepte in der Gemeinschaft von Frauen zu finden.
Wenn ich dann auch noch die anderen Frauen aufrufe, mir nachzutun, glaube ich kaum, dass dieser Aufruf unter die Rubrik "sanfte weibliche Revolution" fallen würde.

5 Kommentare:
vorerst nur:
„cogito ergo sum“
dass es dazu kommen könnte
die angst ist groß unter den söhnen
daher die ständige abwertung
zur zeit möchte ich gerade meine mutter nur schütteln
aber das ist knappe 60 jahre zu spät wenn nicht noch länger
also übe ich gelassenheit
lg birgit
Es kommt auch immer auf den eizelnen Mann an, seine Einstellung zur Frau und zur Partnerschaft. Nicht jeder ist schlecht. Reden, mit ihnen, ist immer gut, wenn sie denn zuhören....und ich stamme nun wirklich aus einer Ecke, wo die Männer noch ihre abfälligen Meinungen über Frauen äußern, Frauen teilweise gar nicht für voll nehmen.
Jeder Mensch hat seine Ecken und Kanten, wir Frauen auch. Sicher sind Diese aus der Erziehung, dem Umfeld und letzendlich durch die gemachten Erfarungen entstanden. Männer werden auch auf Mann geeicht und müssen ihre weibliche Seite von Anfang an verleugnen, sonst gelten sie ja nicht als "richtige Männer". Ein richtiger Mann weint nicht, träumt nicht, ist immer hart.....so die Erziehung....und eine Frau, na ja, das kennen wird ja.
Würde man beide von Anfang an gleichberechtigt erziehen.....und ihrer Entwicklung in gewissem Maße freien Lauf lassen.....wer weiß....und ich bin hier durchaus Keine, die Männer verteidigt, einspringt, voraus eilt, dienert. Ich dienere vor Niemandem. In meinem Leben habe ich immer darauf geachtet, dass ich mich selbst versorgen kann, und jetzt im Moment ist es so, dass ich den Mann versorge.....und ich setzte mich auch durch, mag´s lange dauern, aber am Ende, muss er mir doch meißt Recht geben, weil ich´s einfach auch habe....der Partner.
Klingt rechthaberisch, ist es aber nicht. Ich lasse mich auch gerne belehren, höre zu, und denke nach....
Liebe Grüße
Grey Owl
an meine Leserinnen,
bin zur Zeit krank und komme leider nicht wieder so auf die Beine, wie ich es mir erhofft hatte und nächste Woche fahre ich in ein Kloster, um einmal ganz mit mir alleine sein zu können. Wenn ich wieder da bin, werde ich berichten, wie es war. Bis dahin.
Liebe Grüße
Vera
gute besserung
und eine gute zeit im kloster
lg birgit
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